Aufsichtsbehörden wollen verstärkt Immobilienmakler beobachten

Von Immobilienmaklern sind in 2018 und 2019 nur 31 Verdachtsmeldungen bezüglich Geldwäsche eingereicht worden. Das ist zwar deutlich mehr als noch in 2017, aber nach den Erfahrungen der Behörden immer noch zu wenig. Zum Vergleich: Gesamtzahl aller Meldungen in 2018 77.252, Gesamtzahl aller Meldungen in 2017 59.845. Hauptproblem ist dabei häufig die fehlende Kenntnis der Immobilienmakler und damit die fehlende Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen. Geldwäschefälle werden daher nicht erkannt. Unterschwellig wird unterstellt, dass auch Makler bewußt wegschauen.

Warum sich die Einrichtung der Maßnahmen und Meldungen lohnen

Die Immobilienmakler sollten sich überwinden und öfter eine Meldung abgeben. Zwar bestätigt sich dann unter Umständen die Annahme, dass in der Immo-
bilienwirtschaft Geld gewaschen wird. Durch Meldungen wird aber deutlich, dass Immobilienmakler nicht das Problem sind, sondern sich daran beteiligen, dies zu lösen. Mit steigernder Anzahl von Meldungen würde sich dies in einer geringeren Anzahl von Überprüfungen durch die Behörden niederschlagen. Diese haben in den letzten Monaten im Bereich der Immobilienmakler deutlich zugenommen, wobei es auf die jeweils örtlich zuständige Aufsichtsbehörde ankommt. Für die Immobilienmakler gibt es rund 160 Behörden, die in der Geldwäscheprävention tätig sind.